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Zehn Jahre Weiterbildungsakademie Österreich

Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens zog die Weiterbildungsakademie Österreich, wba, am 23. November in der Wiener Urania eine positive Zwischenbilanz. Bildungsministerin Dr. Sonja Hammerschmid und rund 150 nationale und internationale VertreterInnen der Erwachsenenbildung diskutierten über die Anerkennung von Kompetenzen von ErwachsenenbildnerInnen und die damit verbundenen Chancen für den Arbeitsmarkt.
Heute gilt die wba als europäisches Best-Practice-Modell zur Professionalisierung der Erwachsenenbildung und Weiterbildung. Für Dr. Michael Sturm, Geschäftsführer des BFI Österreich und Vorsitzender des Kooperativen Systems der österreichischen Erwachsenenbildung, das Trägerin der Weiterbildungsakademie ist, sind zwei Faktoren für den Erfolg ausschlaggebend: "Zum einen sind die Qualifikationsprofile gemeinsam von den BranchenvertreterInnen entwickelt und als Standard definiert worden, zum anderen werden die Verfahren zur Anerkennung der Kompetenzen in Hinblick auf sich ändernde berufliche Anforderungen regelmäßig überarbeitet und unter wissenschaftlicher Begleitung weiterentwickelt".
Ohne selbst Bildungsanbieter zu sein, bietet die wba ErwachsenenbildnerInnen ein umfassendes Anerkennungsverfahren an, das ermöglicht, bereits vorhandene und auf vielfältige Weise erworbene Kompetenzen sichtbar und für den Arbeitsmarkt verwertbar zu machen. Die Kompetenzen werden auf Grundlage eines Portfolios überprüft und ermöglichen einen europaweit anerkannten Abschluss.

Kompetenz braucht Anerkennung – mehr denn je

"Eine Wissensgesellschaft kann es sich nicht leisten, außerhalb der Bildungsinstitutionen erworbene Kompetenzen einfach links liegen zu lassen", betont Mag.a Karin Reisinger, Leiterin der wba-Geschäftsstelle. "Menschen lernen überall – nicht nur in Schulen, Universitäten und Weiterbildungseinrichtungen. Wünschenswert ist, dass in Zukunft Abschlüssen aus Validierungsverfahren dasselbe Vertrauen entgegengebracht wird wie traditionellen Abschlüssen", so die Expertin.

Tagungshighlights

Die Keynote der gutbesuchten Tagung hielt die Schweizer Expertin für Lebenslanges Lernen, Univ.-Prof.in Dr. Katrin Kraus, Pädagogische Hochschule – FH Nordwestschweiz. Sie erläuterte die Theorie und Praxis der Validierung aus Schweizer Perspektive. Auch hier gibt es ein ähnliches Verfahren für ErwachsenenbildnerInnen, auch hier fußt die Anerkennungspraxis auf der Definition von nötigen "Kompetenzen".
Weiters auf dem Tagungsprogramm: Univ.-Prof.in Dr. Elke Gruber, Karl-Franzens-Universität Graz, Dr. Peter Schlögl, Österreichisches Institut für Berufsbildungsforschung und Universität Klagenfurt, Mag.a Petra Draxl, Geschäftsführerin des Arbeitsmarktservice Wien. Fazit der abschließenden Diskussion mit ExpertInnen und wba-AbsolventInnen: Kompetenzanerkennung ist – aus welchem Blickwinkel auch immer betrachtet – ein wichtiges Zukunftsthema!

wba – Kompetenz braucht Anerkennung

Im Februar 2007 schlossen sich die zehn Verbände der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) und das Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb) zum "Kooperativen System der österreichischen Erwachsenenbildung" zusammen und riefen gemeinsam die wba ins Leben. Gefördert wird die wba vom Bundesministerium für Bildung sowie vom Europäischen Sozialfonds. Ohne selbst Bildungsanbieter zu sein, überprüft die wba die Kompetenzen von ErwachsenenbildnerInnen auf Grundlage eines Online-Portfolios und bündelt diese zu einem europaweit anerkannten Abschluss. Mittlerweile gilt die wba als europäisches Good-Practice-Modell zur Professionalisierung der Erwachsenenbildung und Weiterbildung Sie kann auf über 2.350 wba-KandidatInnen, mehr als 1.100 vergebene Zertifikate sowie über 230 Diplome zum "Erwachsenenbildner" bzw. zur "Erwachsenenbildnerin" und anhaltende Nachfrage verweisen.

www.wba.or.at


Autor: red.
04.12.2017